A

Adar: siehe Kalender

Afikoman (Nachtisch): nach jüdischem Festtagsbrauch wird an Pessach die Hälfte der mittleren der drei Mazzot des Sedertisches vom Oberhaupt der Familie versteckt. Finden die Kinder diese Mazza, den Afikoman, können Sie die Mazza gegen ein Geschenk eintauschen.

Aggada (Erzählung): Erzähltext der mündlichen Überlieferung

Ahava (Liebe)

Alija (Aufstieg): Einwanderung nach Israel, im Gegensatz zu Jerida (Abstieg), der Auswanderung

Alija la Tora (Aufstieg zur Tora): Aufstieg zur Bima um aus der Tora zu lesen. Als erster von sieben Männern wird ein Kohen, als zweiter ein Levi aufgerufen. Die restlichen fünf nennt man Jisrael, d.h. Juden, die von den anderen Stämmen abstammen.

Am (Volk)

Amida (Stehen): Als Amida oder auch Schemone Esre (Achtzehngebet) wird der im Stehen verrichtete Hauptteil des Synagogengebets bezeichnet.

Aron ha-Kodesch (Toraschrein): In der Synagoge werden die handschriftlich beschriebenen Torarollen im Aron ha-Kodesch aufbewahrt.

Aschkenasim: Im Mittelaltter Bezeichnung für deutsche Juden, die sich später auch auf Juden aus Norditalien, Nordfrankreich England und Teilen Osteuropas bezog. Die Aschkenasim unterscheiden sich in Tradition und Ritus von den Sephardim, den von der iberischen Halbinsel stammenden Juden.

Atid (Zukunft)

Aw: siehe Kalender

Awiw (Frühling)


B





Balagan (Chaos)

Bar Mitzwa (Sohn des Gebotes): Mit dem 13. Lebensjahr werden jüdische Jungen als gleichwertiges Mitglied in die religiösen Gemeinschaft aufgenommen. In der Regel liest der Bar Mitzwa im Gottesdienst einen Ausschnitt aus der Tora, den Maftir, und den Propheten, die Haftara. Siehe auch Bat Mitzwa.

Bassar (Fleisch)

Bassari (Fleischig)

Bat (Tochter)

Bat Mitzwa (Tochter des Gebotes): Mit dem 12. Lebensjahr werden jüdische Mädchen als gleichwertiges Mitglied in die religiösen Gemeinschaft aufgenommen. Siehe auch Bar Mitzwa.

Bemidbar (In der Wüste): 4. Buch Mose. Siehe auch Tora.

Ben (Sohn)

Bene Adam (Menschen; wörtlich: Söhne Adams)

Bene Akiva: 1922 gegründete internationale jüdische Jugendbewegung mit dem Motto: Tora Vaavoda (Tora und Arbeit)

Beracha (Segensspruch)

Bereschit (Im Anfang): Erstes Buch Mose. Siehe auch Tora.

Berit (Bund)

Berit Mila (Beschneidung): Die Beschneidung von jüdischen Jungen als Zeichen des Bundes Gottes mit Abraham und dem ganzen jüdischem Volk findet in der Regel am 8. Tag nach der Geburt statt. Die Beschneidung führt der dafür ausgebildete Mohel durch.

Bet Din (Gerichtshof)

Bet ha-Knesset (Synagoge)

Bet ha-Midrasch (Lehrhaus)

Bet ha-Mikdasch (Tempel): Der erste Jerusalemer Tempel wurde im 10. Jh. v.Z. von König Salomon erbaut und 587/586 v.Z. zerstört. Der zweite Tempel wurde 520-516 v.Z. errichtet und 70 n.Z. von den Römern zerstört. Siehe auch Kotel ha-Maaravi.

Bet Sefer (Schule)

Bima (Bühne, Podium): Von der Bima aus wird in der Synagoge die Tora gelesen.

Birkat habait (Hausssegen)

Birkat ha-Mason (Tischgebet)

Birkat Kohanim (Priestersegen)


C

CHaBaD (CHochma Bina Da´at - Weisheit, Verstand, Wissen):
Von Schneur Salman aus Ladi begründete Bewegung des Chassidismus

Chag ((Wallfahrts-) Fest)

Chagiga (Fest,Party)

Chag Sameach (Frohes Fest): Begrüßungsformel zu den Feiertagen

Chaj: Die Buchstaben Chet und Jud bilden den Zahlenwert 15 und damit den gleichen wie der Gottesname. Ausgesprochen bedeutet Chaj Leben.

Chalaw (Milch)

Chalawi (milchig)

Challa: Schabbatzopf aus Hefeteig.

Chamez (Gesäuertes): siehe Pessach

Chanukka (Einweihung): Das jüdische Lichterfest beginnt am 25. Kislew und wird acht Tage gefeiert. Es erinnert an die Einweihung des Tempels nach dem Sieg der Makkabäer 165 v.Z. über die syrisch-griechischen Besatzer. Jeden Tag wird an der Chanukkia ein Licht mehr angzündet. Das Lichterzünden erinnert an die Legende, wonach nach Einnahme des Tempels nur ein Kännchen koscheres Öl übrigblieb, mit dem die Tempelmenora aufgrund eines Wunders aber volle acht Tage am Brennen gehalten werden konnte. Auch die vier Buchstaben auf den Seiten des Sewiwon, dem Chanukka-Kreisel, bezeugen dieses Wunder. Ness gadol haja scham (Nun, Gimmel, Hej, Schin) bedeutet: Ein großes Wunder war dort.

Chanukkia: Dieser zu Chanukka verwendete Leuchter besitzt acht Arme und einen zusätzlichen Arm, den Schamasch (Diener), der an jedem Tag von Chanukka von rechts nach links ein Licht mehr entzündet.

Chasan: Vorbeter in der Synagoge

Chassidismus: Jüdische religiös-mystische Bewegung v.a. der Aschkenasim.

Chatan (Bräutigam)

Chatuna (Hochzeit)

Chawer / a (Freund/Freundin)

Chazak (stark)

Cheschwan: siehe Kalender

Chodesch (Monat)

Choser be-Teschuwa: Rück-/Umkehr eines Juden zum frommen Glauben.

Chuppa: Hochzeitsbaldachin

Chuzpa (aram: Frechheit, Anmaßung / jiddisch: Chuzpe)

D


Davidstern: siehe Magen David

Dewarim (Reden): 5. Buch Mose. Siehe auch Tora.

Diaspora (griech: Zerstreuung, hebr: Galut oder Gola): Das jüdische Leben außerhalb der Grenzen Israels.

Din (Recht)

Dwasch (Honig)

E


Elul: siehe Kalender

Eretz (Land)

Eretz Chalaw u Dwasch (Land von Milch und Honig)

F

Falafel: Die fritierten Kichererbsenbällchen geben diesem mit Pita, Gemüse, Salat und Tehina zubereiteten Schnellimbiß seinen Namen.

Falascha: Juden aus dem Norden Äthiopiens

G


Galut oder Gola (Diaspora)

Gan Eden (Garten Eden)

Gemara (Ergänzung): Erläuterung zur Mischna.

Gemar we Chatima Tova: Begrüßungsformel zu Jom Kippur

Genisa (Aufbewahrung): Religiöse Bücher und Kultgegenstände werden bestattet oder in einer Art Archiv, der Genisa, aufbewahrt. Vor allem die Entdeckung der Kairoer Genisa ermöglichte tiefe Einblicke in das Judentum des Mittelalters.

Get (Scheidebrief)

Giur: Übertritt zum Judentum

H


Haftara (Abschluß): Im Anschluß an die Lesung aus der Tora wird ein zum Wochenabschnitt passender Text aus den Propheten gelesen.

Halacha (Gehen): Das jüdische Religionsgesetz.

Hatikwa (Die Hoffnung): Israelische Nationalhymne

Hawdala (Unterscheidung): Zeremonie zum Shabbat-/Festausgang.

Humus: Aus Kichererbsen und Sesam bereitete Paste, die v.a. zu Pita und Falafel gegessen wird.

I


Ijar: siehe Kalender

Israel:

Iwrit (Hebräisch)

J


Jachad (Zusammen)

Jad (Hand): Zeigestab zur Lesung aus der Tora.

Jajin (Wein)

Jamim Norajim: Die zehn Bußtage zwischen Rosch ha-Schana und Jom Kippur

Jareach (Mond)

Jehudi/Jehudia (Jude/Jüdin)

Jerida (Abstieg): siehe Alija

Jeruschalajim (Jerusalem)

Jeschiwa:Talmudschule

Jiskor: Gebet zum Gedenken an die Toten.

Jom (Tag)

Jom Haazmaut: Israelischer Unabhängigkeitstag in Erinnerung an die Proklamation des Staates Israel am 5. Ijar 5708, dem 14.05.1948.

Jom Hashoa: Holocaustgedenktag am 27. Nissan

Jom Huledet (Geburtstag)

Jom Jeruschalajim: Am 28. Ijar wird an die Wiedererlangung jüdischer Souveränität über ganz Jerusalem und den freien Zugang zur Westmauer im Jahre 1967 gedacht.

Jom Kippur (Versöhnungstag): Die Jamim Norajim schließen mit dem Versöhnungsfest am 10. Tischre, an dem gefastet, also nicht gegessen und nicht getrunken wird. Die letzte Mahlzeit (seudat mafseket) nimmt man noch vor Sonnenuntergang am 9. Tischre zu sich und fastet bis in die Nacht des nächsten Tages hinein. Jom Kippur beginnt mit dem Beten des Kol Nidre (alle Gelübde) und endet mit dem Beten der Neila (das Schließen) und einem langgezogenen Schofarton.

K


Kabbala (Überlieferung): Mystische Geheimlehre

Kabbalat Shabbat (Begrüßung des Schabbat): Gebet zum Schabbatempfang vor dem Maariv am Freitagabend.

Kaddisch (aram: heilig): V.a. bekannt als das Gebet der Trauernden, in dem auf aramäisch Gott gepriesen wird. Nur wenn ein Minjan zusammenkommt, darf man es beten.

Kadima (Vorwärts / Ostwärts):

Kala (Braut)

Kalender: Der jüdische Kalender richtet sich nach Sonnenjahren und Mondmonaten. Die zwölf Monate in chronologischer Reihenfolge: Tischri, Cheschwan, Kislew, Tewet, Schewat, Adar, Adar2 (im Schaltjahr), Nissan, Ijar, Siwan, Tammus, Aw, Elul. Der Tag beginnt mit Einbruch der Nacht und endet am nächsten Abend ebenfalls mit Einbruch der Nacht. Die Woche hat 7 Tage, wovon die ersten 6 mit ihrem Zahlenwert beschrieben werden, also 1: Rischon (Sonntag) 2: Scheni (Montag) 3: Schlischi (Dienstag) 4: Rewii (Mittwoch) 5: Chamischi (Donnerstag) 6: Schischi (Freitag). Der siebte Tag heißt Schabbat, der Ruhetag, der an Gottes Ruhen am 7. Tag der Schöpfung erinnert.

Kashrut (passend): Wenn man etwas als koscher bezeichnet, so ist es nach den Gesetzen der Kashrut rituell rein. Diese Gesetze beziehen sich u.a. auf Lebensmittel und Kultgegenstände. So sind nur bestimmte Tierarten koscher, welche auch koscher geschächtet werden müssen.

Ketuba: Ehevertrag

Kibbuz (Gruppe): Landwirtschaftlich orientierte Gemeinschaftssiedlung, in der die Kibbuzniks freiwillig auf Privateigentum verzichten. Siehe auch Moschav

Kiddusch (Heiligung): Beracha am Vorabend eines Festtages oder des Schabbat, zu der ein Becher Wein getrunken und Challa gegessen wird.

Kippa: Die Kopfbedeckung für den jüdischen Mann wird bei Gebet, religiösem Studium und den Mahlzeiten aufgesetzt, fromme Juden tragen sie auch im Alltag.

Kislew: siehe Kalender

Knesset (Versammlung): Aus 120 Abgeordneten bestehendes israelisches Parlament in Jerusalem.

Kohen (Priester): Die von Aaron abstammende Priesterschaft des jüdischen Volkes. Die Priester verrichteten zu Zeiten des Tempels wichtige kultische, rituelle und richterliche Aufgaben. Für die Kohanim gelten spezielle Reinheitsvorschriften. Auch heute noch steht Ihnen im Gottesdienst zu, als erste zur Toralesung gerufen zu werden und den Priestersegen (Birkat Kohanim) über die Gemeinde zu sprechen. Kohn, Kahn oder Katz (Kohen Tzedek) sind gängige Namen der Kohanim, deren Priesterstatus vom Vater auf den Sohn übergeht.

Kol (Stimme)

Kol Nidre (aram: Alle Gelübde): Einleitendes und wichtigstes Gebet am Jom Kippur

Kotel ha-Maaravi (Westmauer): Die Klagemauer in Jerusalem. Sie ist der Teil der Tempelmauer, die dem allerheiligsten Tempelbezirk am nächsten war. Sie ist die wichtigste Stätte des Judentums.

L


Lag Baomer: Der 33. Tag (18. Ijar) der 49 Tage des Omer-Zählens zwischen Pessach und Schawuot. Unterschiedliche Deutungen begründen diesen Freudentag, an dem als einzigen Tag des Omer-Zählens die Auflagen der Omer-Zeit ausgesetzt sind.

Latkes: Speziell zubereitete Kartoffelpuffer in der ostjüdischen Festtagsküche.

Layla (Nacht)

Levi: Sohn Jakobs und Leas. Aus ihm ging der Stamm Levi hervor. Die Leviten übten zur Zeit des Tempels tempeldienerische Tätigkeiten aus. Auch heute noch werden sie nach den Kohanim als zweite zur Toralesung gerufen.

Lewaja (Beerdigung)





M


Maariv: Abendgebet. Neben Schacharit (Morgengebet) und Mincha (Mittagsgebet) eines der drei Gebete, die man täglich betet.

Machane (Lager): Umganssprachlich Ferienlager jüdischer Jugendorganisationen. Der Rosch (Jugendleiter) koordiniert die Madrichim (Jugendbetreuer). Die Kinder und Jugendlichen werden Chanichim genannt und sind in einzelne Kwuzot (Gruppen) aufgeteilt.

Machsor (Wiederholung): Gebetbuch zum religiösen Jahreszyklus und den Festtagen.

Maftir: Letzter Abschnitt der Lesung aus der Tora vor der Lesung aus den Propheten, der Haftara.

Magen David (Schild Davids): Der von zwei ineinandergreifenden Dreiecken gebildete sechszackige Stern wurde ab dem späten Mittelalter zum Symbol jüdischer Identiät. Seit 1949 zentrales Motiv der israelischen Flagge.

Magen David Adom (Roter Schild Davids): Entspricht dem Roten Kreuz christlicher Länder Link

Makkabi (Hammer, nach dem Namen von Jehuda ha-Makkabi): Internationaler jüdischer Sportbund.

Makkabiade/Makkabia: Alle vier Jahre ausgetragen internationale jüdische Sportmeisterschaft in Israel.

Maror (Bitterkraut): siehe Pessach

Maschiach (Messias)

Mazza (ungesäuertes Brot): siehe Pessach

Melech/Malka (König/Königin)

Menora: Siebenarmiger ritueller Leuchter.

Mesusa (Türpfosten): In einem Gehäuse befindet sich eine Pergamentrolle, auf der handschriftlich ein Teil des Schema Jisrael festgehalten ist. Die Mesusa wird rechts des Eingangs einer jüdischen Wohnung am Türpfosten befestigt.

Midrasch (forschen): Rabbinische Exegese

Mikwe (Becken): Ritualbad

Mincha: Mittagsgebet. Neben Schacharit (Morgengebet) und Maariv (Abendgebet) eines der drei Gebete, die man täglich betet.

Minjan (Zahl): Das öffentliche Gebet in der Synagoge mit der Lesung aus der Tora kann nur dann stattfinden, wenn 10 erwachsene jüdische Männer, ein Minjan, anwesend sind.

Mischna: Um das Jahr 200 n.Z. niedergeschriebener Kern der mündlichen Lehre und Grundlage des Talmuds. Die Mischna besteht aus sechs Büchern bzw. Ordnungen, den Schischa Sidrej Mischna.

Mizraim (Ägypten)

Mizwa (Gebot): Mizwot sind die 613 Verbote und Gebote des Judentums (365 Verbote 248 Gebote).

Mohel: siehe Berit Mila

More/a (Lehrer/Lehrerin)

Moschav (Siedlung): Gemeinschaftssiedlung, in der im Gegensatz zum Kibbuz jeder Moschavnik sein eigenes Haus bewohnt und seinen eigenen Betrieb führt. Siehe auch Kibbuz.

Mukze: Gegenstände, deren Gebrauch am Schabbat verboten ist..

Mussaf (Zusatz): Gebet nach der Toralesung

N


Ner (Kerze)

Nissan: siehe Kalender

Nissuim (Ehe)

Noar (Jugend)

O


Olam (Welt)

Ole chadasch: Nach Israel neueingewanderter Jude.

Sefirat ha-Omer (Omer-Zählen): 49 Tage von Pessach bis Schawuot, in denen fromme Juden keine Hochzeiten feiern, die Haare nicht schneiden und nach Sonnenuntergang keine Arbeit verrichten. Siehe auch Lag ba-Omer.

Or (Licht)

Otija/Otijot (Buchstabe/n)

P


Parascha: Der beim Gottesdienst vorgetragene Toraabschnitt.

Parwe: Nicht milchig oder fleischig

Pentateuch: siehe Tora

Peot (Schläfenlocken)

Pessach (Überschreitung): Jüdisches Wallfahrtsfest vom 15. -22. Nissan. Pessach erinnert an den Auszug des jüdischen Volkes aus Ägypten, welcher die 200 Jahre währende Knechtschaft beendete. Jegliche gesäuerte Speise (Chamez) ist verboten, und so wird ungesäuertes Brot (Mazza) verzehrt.

Pita: Fladenbrottasche

Purim: Am 14. Adar erinnert Purim an die im Buche Esther beschriebene Rettung der Juden Persiens vor der Vernichtung durch Haman. Haman wählte das Datum der Vernichtung mit dem Los (Pur), daher der Name Purim. Oft ist es Brauch, sich an Purim zu verkleiden.

R


Rabbiner: Gewählter religiöser Leiter/religiöses Oberhaupt einer jüdischen Gemeinde:

Rosch (Kopf, im übertragenen Sinn auch Beginn oder Oberhaupt)

Rosch Chodesch: Monatsanfang. Rosch Chodesch ist ein Halbfeiertag.

Rosch ha-Schana (Beginn des Jahres): Jüdisches Neujahrsfest am 1. und 2. Tischre. Mit dem 1. Ti schri beginnen die Jamim Norajim, die Tage der Buße und der Reue, welche bis Jom Kippur, dem 10 Tischre andauern. Ein zentrales Gebot an Rosch ha-Schana ist das Schofarblasen. Traditionell wird Apfel mit Honig verzehrt.

S


Sabre (Kaktusfeige): Umgangssprachliche Bezeichnung für einen in Israel geborenen Israeli.

Schabbat: Ruhetag am siebten Tag der Woche (Freitag- bis Samstagabend) zum Gedenken an Gottes Ruhen am siebten Tag der Schöpfung.

Schabbat Schalom: Begrüßungsformel zu Schabbat

Schacharit: Morgengebet. Neben Mincha (Mittagsgebet) und Maariv (Abendgebet) eines der drei Gebete, die man täglich betet.

Schalom (Friede)

Schana (Jahr)

Schana Tova (Gutes Jahr): Begrüßungsformel zu Rosch ha-Schana

Schawuoth (Wochen): Jüdisches Wallfahrtsfest am 6. und 7. Siwan sieben Wochen nach Pessach. Es erinnert daran, wie Gott die 10 Gebote am Berge Sinai dem jüdischen Volk übergab.

Schema Jisrael (Höre Israel): Das Schema Jisrael ist eines der wichtigsten Gebete des jüdischen Glaubens. Es ist Teil des Morgen- und Abendgebetes sowie der Liturgie an Schabbat und Festtagen. Das Schema Jisrael besteht aus 3 Abschnitten der Tora: Dtn 6,4 - 9; 11,13 - 21; Num 15,37 - 41. Das Gebet drückt die Anerkennung der Herrschaft Gottes und seiner Gebote sowie die Erinnerung an den Exodus aus. Teile des Schema Jisrael stehen auch auf den Pergamentrollen von Mesusa und Tefillin.

Schemone Esre (Achtzehngebet): siehe Amida

Schechita (Schächten): Koschere Schlachtmethode bei der mit einem scharfen Messer in einem Zug Luft-, Speiseröhre und Halsschlagader des Tieres durchtrennt werden.

Schekel: Das Glossar befindet sich noch in Bearbeitung. Bald finden Sie auch unter diesem Begriff die entsprechenden Erläuterungen.

Schemesch (Sonne)

Schemone Esre: siehe Amida

Schemot (Namen): 2. Buch Mose. Siehe auch Tora.

Schir (Lied)

Schir Hamaalot (Stufengesang)

Schir Ha Schirim (Hoheslied)

Schiur (Unterricht)

Schofar (Widderhorn)

Schulchan Aruch (gedeckter Tisch): Das Glossar befindet sich noch in Bearbeitung. Bald finden Sie auch unter diesem Begriff die entsprechenden Erläuterungen.

Schwat: siehe Kalender

Sephardim: Von der iberischen Halbinsel stammenden Juden.

Sefer (Buch)

Sewiwon (Kreisel): siehe Chanukka

Shoa (Holocaust)

Siddur: Jüdisches Gebetbuch

Simchat Tora (Freude der Tora): Mit Simchat Tora endet das Sukkotfest in Israel am 22., in der Diaspora am 23. Tischre. Der einjährige Zyklus der Toralesungen wird beendet und in einer fröhlichen Feier wird mit den Torarollen in der Synagoge sieben Mal umhergezogen.

Siwan: siehe Kalender

Sohar (Glanz): Wichtigstes Werk der Kabbala von Simon bar Jochai.

Sukka (Laubhütte)

Sukkot (Hütten): Jüdisches Wallfahrtsfest vom15. bis 21. Tischre. Das Laubhüttenfest erinnert daran, daß das jüdische Volk während der vierzigjährigen Wanderung durch die Wüste in Hütten leben mußte. Zentrales Gebot dieses Festes ist es, sich eine Laubhütte zu bauen und in ihr zu wohnen. Ist dies aufgrund des Klimas nicht möglich, sollte zumindest in der Sukka gespeist werden. Jeder Mann sollte außerdem für das Gebet an Sukkot die Arba'a minim, die "vier Arten" bereithalten. Diese wären: Etrog (Zitrusfrucht), Lulaw (Palmenzweig), Hadassim (3 Myrthenzweige), Arawot (2 Bachweidenzweige).

T


Talit: Gebetsschal/Gebetsumhang

Talmid/a (Schüler/Schülerin)

Talmud (Lehre): Der Talmud diskutiert als zentraler jüdischer Gesetzeskodex Fragen aller jüdischen Lebensbereiche. Er besteht aus der älteren Mischna und der erläuternden Gemara.

Tammus: siehe Kalender

TaNaKh (Tora, Neviim, Ketuvim): Abkürzung für Tora, Propheten (Neviim) und Schriften (Ketuvim), die den Kanon der hebräischen Bibel bilden.

Taschlich (du sollst wegwerfen): Gebet und Zeremonie zu Rosch ha-Schana, bei der die Sünden symbolisch in ein Gewässer "geworfen" werden.

Techija (Wiederauferstehung)

Tehina: Aus Kichererbsen bereitete Paste, die v.a. zu Pita und Falafel gegessen wird.

Tefilla (Gebet)

Tefillin (Gebetsriemen)

Tel Aviv (Hügel des Frühlings): Die 1909 unter dem Namen Achusat Bajit gegründete und 1910 in Tel Aviv umbenannte Stadt wuchs zum urbanen israelischen Ballungsraum an der Mittelmeerküste heran, ein Zentrum für Wirtschaft, Industrie und Kultur.

Tenach: siehe TaNaKh

Teruma (Spende)

Teschuwa (Umkehr): siehe auch Choser be-Teschuwa.

Tewet: siehe Kalender

Tischa be-Aw (9.Aw): Der 9. Aw ist ein Trauertag in Gedenken mehrer tragischer und schicksalhafter Ereignisse des jüdischen Volkes, so z.B. der Zerstörung des ersten und zweiten Tempels. Es wird wie an Jom Kippur gefastet.

Tischri: siehe Kalender

Tora (Lehre, Gesetz): Das Pentateuch, die fünf Bücher Mose: 1.Bereschit (Genesis) 2.Schemot (Exodus) 3.Waijkra (Leviticus) 4.Bemidbar (Numeri) 5.Dewarim (Deuteronomium). Die Bezeichnung richtet sich im Hebräischen nach den Anfangswörtern, im Griechischen nach dem Inhalt. Aus der handschriftlich beschriebenen Torarolle wird in der Synagoge im Einjahreszyklus gelesen.

Tov/a (Gut m./w.)

Tu Bischwat (15. Schwat): Am Neujahrstag der Bäume am 15.Schwat wird von den Früchten Israels gegessen.

U-Y


Ulpan: Hebräischintensivkurs in Israel, vor allem für Neueinwanderer.

Waijkra (Und es rief): 3. Buch Mose. Siehe auch Tora.

Yad Vashem: Gedenkstätte und Dokumentationszentrum des Holocaust in Jerusalem.

Z


Zaddik (Gerechter)

Zahal: Zava Hagana le-Israel; Israelische Verteidigungsarmee

Zedaka (Wohltätigkeit)

Zion: Die Bedeutung des Begriffes erweiterte sich mit der Zeit. Zion war anfangs der Name eines Jerusalemer Hügels, später Sinnbild für den Tempelberg, Jerusalem und schließlich Eretz Israel.

Zizit (Schaufäden): Schaufäden an den vier Zipfeln viereckiger Kleidungsstücke


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19.05.2012
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